Beim Studieren einschlägiger Literatur zum Thema Fotografie und Kreativität stolpert man nicht nur vereinzelt über den Hinweis, dass das bewusste Experimentieren in neuen noch unbekannten Bereichen und Genres als Kreativitätsstimulanz gilt und die eigene Weiterentwicklung positiv fördert. Speziell im Internet wird dieses Prinzip unter dem mittlerweile gängigen Begriff “Verlassen der eigenen Komfortzone” subsumiert und propagiert.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass hinter dem Slogan “Leave your comfortzone”, der fast schon wie eine reißerische Werbebotschaft anmutet, viel Potential steckt – allerdings nur wenn man selbst versucht, auch wirklich und ehrlich neue, einem bislang vielleicht sogar unangenehme Bereiche, Themen und Genres der Fotografie anzugehen und durch Experimentieren zu erkunden.

Ein Fall, in dem ich meine Komfortzone verlassen habe, war mein erster Vorstoß in den Bereich der Konzertfotografie. Beim Auftritt einer befreundeten Band (SEQUEL aus Mnchen) beim IrishBayerisch-Festival 2009 galt es an der vorhandenen Open-Air-Location mit den begrenzten, vorhandenen Mitteln, ein paar gelungene Aufnahmen zu erhalten, die dem Bandspirit entsprechen.


Für einen Erstversuch, Aufnahmen unter diesen Bedingungen zu machen war ich reichlich spontan und unvorbereitet unterwegs, bin jedoch mit den Ergebnissen alles in allem recht zufrieden. Einige Erkenntnisse haben sich direkt beim Herumexperimentieren ergeben, andere bei der Ergebnisschau und im Rahmen des Postprocessing.

Wichtige Erkenntnisse kurz zusammengefasst könnten in meinem Fall lauten:

  • Aufnahmestandort ist immens wichtig
  • Hintergrund will beachtet werden
  • Lichtstärke rockt (Objektivauswahl)
  • Dynamik und Stimmung beachten und versuchen, die auf den Bildern einzufangen ist wichtiger als perfekte Schärfe
  • An den Rahmenbedingungen gemessen bestmgliche Schärfe ist trotzdem anzustreben
  • Blitz habe ich nicht benutzt und auch nicht vermisst, wäre auch nicht praktikabel gewesen, da ansonsten die komplette Lichtstimmung beim Konzert verloren gehen würde.

Aus meinen Bildergebnissen habe ich über animoto ein kleines Video zusammengestellt – viel Spaß beim Anschauen!

Gepostet am Aug 9, 2010 in Featured, Lernen | 12 Kommentare

12 Kommentare

  1. 8-9-2010

    Herzlichen Glckwunsch, ich wrde mal behaupten, dass dir dein Experiment geglckt ist. Echt tolle Bilder!

    Lieben Gru Raik

  2. 8-12-2010

    Herzlichen Glckwunsch auch von mir und bitte lass diese nicht deine letzten Konzerfotografien blieben!

  3. 8-17-2010

    hallo stefan,

    deine bilder knnen sich echt sehen lassen, meinen glckwunsch zum ersten concert-shooting. ich hatte letztens auch mein erstes concert-shooting und fr mich als eingefleischter makro-knipser war das auch ein spung ins eiskalte wasser.

    man muss halt alles mal probiert haben.

    lg appel

    • 8-18-2010

      @appel
      Vielen Dank fr Deinen Kommentar, ich hoffe, demnchst wieder Gelegenheit fr ein Bandshooting zu haben

  4. 8-21-2010

    Sehr schne Bilder hast Du da mitgebracht. Und das Video gefllt mir auch sehr gut.
    Hast Du das in LR erstellt?

    LG Sepp

    • 8-22-2010

      @Sepp
      Danke fr Deinen Kommentar, das Video habe ich mit Hilfe von animoto.com erstellt.
      Solltest Du das auch mal testen wollen, gib beim Registrieren “omjuftvk” als Referrer-Code ein, dann kannst Du ein wenig sparen….

  5. 9-14-2010

    na da hast du doch einen tollen start hingelegt :)

  6. 9-15-2010

    Du hast ein sehr gutes Auge fr Konzertfotografie. Spannende Details wie die allein stehende Gitarre auf der Bhne oder auch die ausdrucksstarken Portraits der Musiker, genau im richtigen Moment ausgelst.
    Ein gelungener “Versuch” wrde ich sagen :)

  7. 9-29-2010

    ist geglckt der erste versuch! groartig!

Kommentar absenden

Performance Optimization WordPress Plugins by W3 EDGE